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30.03 bis 20.04.2017 / „Bin so frei“ in St. Vitus Türkheim

Freiheit kann nicht die bedingungslose Freiheit von etwas oder gar von allem sein, sondern entfaltet sich in einer Balance von Frei-sein und Gebunden-sein, Christen fühlen sich freigesprochen von Gott trotz aller Fehler. Dies bedeutet umfassende Freiheit, die einen Menschen von der Bezogenheit auf sich selbst befreit: Ich bin nicht mehr auf mich selbst bezogen, sondern frei für den Nächsten und die Gemeinschaft. Dieses Verständnis ist nicht angeboren, sondern muss erfahren werden. Diese Kerngedanken greift die Ausstellung auf, indem sie Skulpturen, die Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Zugängen und Empfindungen zum Wert Freiheit repräsentieren, räumlich in Beziehung zueinander setzt.

Die neun Skulpturen stehen stellvertretend für Menschen mit individuellem Vermögen und Bedürfnis, Freiheit zu leben. Als gedankliches Werkzeug für ihre Aufstellung dient das Wertequadrat nach Schulz von Thun. Mit ihm wird die Unterschiedlichkeit von Menschen sichtbar. Dabei geht das Wertequadrat davon aus, dass ein Wert nur dann zur Wirkung gelangen kann, wenn er sich in einem Spannungsverhältnis zu einem positiven Gegenwert befindet. Diese Spannung gilt es auszuhalten, um die Balance zwischen frei-sein und gebunden-sein zu halten. Die Installation entwickelt das Wertequadrat Freiheit aus dem Wert "Anleitung/Reglementierung", wie wir sie erfahren, wenn wir einer Gemeinschaft zugehören und uns ihr anpassen wollen. Den positiven Gegenwert repräsentiert die "Freie Entfaltung", der für das Erfordernis steht, persönliche Bedürfnisse ernst zu nehmen und Entfaltungsmöglichkeiten zu suchen.


Die Ausstellungsbesucher sind aufgefordert, sich mit ihren Positionen ganz persönlich auseinander zu setzen.


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